Wendalinuskapelle - Gemeinde Fisch

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Umgebung
Wendelinuskapelle


Das Alter der ersten Kapelle, die bereits dem hl. Wendelinus geweiht war und sich an gleicher Stelle befand, kann nicht genau angegeben werden. Ihre Glocke, die sich heute im Jakobushaus befindet, trägt die Inschrift: St. Wendalinus bitte für uns – 1750. Die alte Kapelle war noch ohne Turm, die Glocke hing im Innenraum. Diese ältere Kapelle wurde unter Pastor Johann Meyer im Jahre 1858 restauriert. 1898 wurde ein Turm aufgesetzt und eine neue Glocke angeschafft. Diese wurde 1943 beschlagnahmt und kehrte nicht mehr ins Dorf zurück. 1947 wurde eine neue Glocke aus amerikanischen Granatkartuschen gegossen. Sie trägt die Inschrift:
 
Glaube und Liebe der Gemeinde Fisch
Haben mich gestaltet unter Bürgermeister Löwenbrück.
Heilige Maria, Du Königin des Friedens
Erflehe uns Einen Dauerhaften Frieden
In Liebe und Gerechtigkeit.
Segne Wendalin Dein Land!
Schütz vor Krieg uns Flut und Brand.
 
Die Kapelle, wie sie heute hier steht, wurde in den Jahren 1959 und 1960 auch mithilfe von zahlreichen Spenden aus der Dorfbevölkerung neu errichtet. Die alte Kapelle, deren Eingang zur Straße hin zeigte, war durch den aufkommenden Verkehr schon teilweise zu Schaden gekommen und man beschloss, statt einer Renovierung einen Neubau anzugehen, der ein Abrücken von der Dorfstraße um einige Meter sowie ein Drehen der Längsachse ins Auge fasste, sowie den Anbau einer Sakristei. Die Familien Hein und Hunsicker haben dankenswerter Weise 70qm zur Verfügung gestellt. Die Einweihung der neuen Kapelle fand am letzten Septembersonntag 1960 statt und wurde von Dechant Nilles aus Kanzem vorgenommen. Ein elektrisches Geläut wurde 1979 eingebaut. Beim ersten Fischer Viezfest 1990 wurde der von Ewald Scheer neu vergoldete Hahn auf der Turmspitze angebracht. Im Rahmen der letzten Renovierung im Jahr 2000, unter tatkräftiger Hilfe Fischer Bürger, hat die Ortsgemeinde Fisch den behindertengerechten Zugang und den Treppenaufgang komplett neu gestaltet. Am 15. Juli 2000 fand die Altarweihe durch Dechant Ehlen statt. In der neuen Wendelinus-Kapelle befinden sich eine aus der alten Kapelle stammende Nikolaus-Statue sowie eine neu angeschaffte barocke Madonna. Am 6.6.2001 wurde eine eigens in St. Wendel in Auftrag gegebene geschnitzte Wendelinus-Figur nach Fisch überführt. Zusammen mit Kaplan Sens und dem Pfarrgemeinderat fuhren viele Fischer Bürger nach St. Wendel, um die Heiligenfigur nach Fisch zu geleiten.
 
 
Der heilige Wendelinus

Wendelin (lat. Wendelinus, auch Wendalinus, ung. Wendel) ist ein katholischer Heiliger. Der Legende nach soll er im 6. Jahrhundert im Bistum Trier missionierend tätig gewesen sein. Das Grab Wendelins befindet sich in der Wendalinusbasilika in der nach ihm benannten Stadt St. Wendel.
Verschiedene Legenden ranken sich um Wendelin. Unter anderem wird er mit der Heiligen Oranna in Verbindung gebracht, deren Bruder er gewesen sein soll. Auch soll er der Gründer und erste Abt der Abtei Tholey gewesen sein.
Wendelin soll aus königlichem Geschlecht stammen, sich jedoch für ein Leben im Dienste Gottes entschieden haben. Auf der Suche nach einem ungestörten Platz kam er bis in die Gegend von Blies und Saar. Dort traf Wendelin einen Edelmann, der ihn zu seinem Viehhirten machte. Wendelins Demut und Frömmigkeit beschämte den Edelmann, der dem Heiligen daraufhin in der Nähe eines Mönchsklosters eine Zelle erbaute. Als Wendelin starb, so die Legende weiter, begruben ihn die Mönche. Am nächsten Morgen lag der Leichnam jedoch neben dem Grab. Man legte den Toten auf einen Ochsenwagen und ließ die Tiere den Weg suchen. Die Ochsen zogen den Wagen zu Wendelins alter Betstatt, wo er schließlich seine Ruhe fand.
 
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