03 Lage und Landschaftsbild - Gemeinde Fisch

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03. Lage und Landschaftsbild


Fisch – Gemeinde inmitten des Saargaus
Der Ort Fisch liegt auf einer Hochfläche des Mosel-Saar-Gaus – im Volksmund „Saargau“ genannt, der von der Obermosel und der unteren Saar eingerahmt wird. Bei einer durchschnittlichen Breite von zehn Kilometern weist er eine Nord-Süd-Ausdehnung zwischen Oberbillig und der Grenze zum Saarland von 30 Kilometern auf.
Der „Saargau“ erreicht bei Fisch Höhen zwischen 413 m und 280 m, die jedoch gegenüber den umliegenden Rücken und weit gespannten Mulden kaum hervortreten. Lediglich der Höhenrücken der „Kimm“, die Trasse der alten Römerstraße, talseitig begrenzt durch das Mannebachtal, auf deren Südostabfall windgeschützt der Ort Fisch liegt, hebt sich optisch erkennbar von seiner Umgebung ab.
Die geologischen Verhältnisse sind geprägt durch Formationen des Devon (Beginn vor 320 Mio. Jahren), Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper (Beginn vor 185 Mio. Jahren), die vereinzelt von diluvialen Ablagerungen (= Hochterrasse der Mosel) überdeckt werden. Die an der Oberfläche anstehenden Gesteinsarten sind dem Erdaltertum und Erdmittelalter zuzuordnen. Ihre Entstehung reicht von der Zeit des Ursprungs des Rheinischen Schiefergebirges bis in die Epoche meerüberfluteter mitteleuropäischer Großmulden. Im Saargau ist diese erdgeschichtliche Epoche geprägt durch Ablagerun¬gen aus Abtragungsschutt des Rheinischen Schiefergebirges in die ständig sinkenden Becken des mitteleuropäischen Trias-Meeres. Die Hochfläche des Saargaus ist eine geologische Mulde, in der durch Absenken des Meeresbodens die zuvor erwähnten Ablagerungen an die Erdoberfläche „gehoben“ wurden. Diese „Gebirgsbildung“ verlief jedoch nicht ohne tektonische Störungen. Die während der Ablagerungsphase entstandene Schichtenfolge wurde durch gewaltige Kräfte horizontal und vertikal „zerrissen“.
Die Formation des Muschelkalks bilden die beherrschenden Elemente der Umgebung von Fisch. Diese offene, fast waldfreie Landschaft – aus schweren, fettigen, kalkigen Mergeln, steinigen Kalkböden und feinkörnigen Sanden aufgebaut – bot seit altersher günstige Voraussetzungen für einen intensiven Ackerbau.
Begünstigt durch die Höhenlage wurden nach dem langfristigen Mittel durchschnittliche Jahresniederschläge um 830 mm gemessen, sie liegen vergleichsweise um nahezu 200 mm höher als im Moseltal. Die im Jahresmittel um 1° C niedrigeren jährlichen Lufttemperaturen (dies entspricht einem jährlichen Mittel von 8° C) sowie der gegenüber der Obermosel mit einwöchiger Verzögerung beginnende Frühling haben allerdings keine nachteiligen Auswirkungen auf den seit altersher betriebenen Getreide – und Futteranbau.
Während also der Westhang aus Muschelkalk besteht, dominiert im Tal und am Osthang der Buntsandstein. Daher ist dieser Bereich weniger landwirtschaftlich genutzt und mit Wald bedeckt. An seinem Fuß am Bachrand befindet sich das Hofgut Rehlingen und nordöstlich davon am Rand des Bachtales steht die Pfarrkirche .
Fisch liegt etwas abseits zwischen den Straßenverbindungen, der die Trasse der Römerstraße übernehmenden Kreisstraße 111 und der durch das Mannebachtal führenden Kreisstraße 112, die beim Rehlingerhof nach Osten abschwenkt. Der Ort wird durch die beide verbindende Querstraße erschlossen und im Westen an die Kreisstraße 110 angeschlossen.
 
 
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