18 Wegekreuze und Kapellen - Gemeinde Fisch

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18. Wegekreuze und Feldkapellen

Viele Wegekapellen und Kreuze auf der Gemarkung Fisch zeugen noch heute von der Frömmigkeit der Menschen in früherer Zeit. Solche Kreuze wurden oftmals als Erfüllung eines Gelübdes oder zur Erinnerung an ein Unglück von Familien aufgerichtet.
Steffeskreuz
Nischenkreuz östlich von Fisch inmitten des Waldes am Firstweg.  Massiger, an den Ecken abgefasster pfeilerartiger Schaft auf  quadratischem Setzstein. Der Schaft ist mit ver­schiedenen, auch neuen Ein­ritzungen versehen. Wie alle Teile ist auch der Nischen­aufsatz  kantig; die Nische öffnet sich in einem Kielbogen, vom Abschluss­kreuz  ist nur der Ansatz erhalten.
Das spätgotische, wohl um 1500 geschaffene Flurdenk­mal gehört mit  dem von Tawern zu den ältesten des Landkreises. Rätselhaft ist der Standort und die Verehrung des Nischen­kreuzes. Bei dem über den  Höhenrücken geführten Weg soll es sich um eine römische Nebenstraße handeln, wofür römische Funde sprechen. Jünger ist die Bedeutung als  Wallfahrtsziel im Monat Mai (Bittprozessionen).
Folgende Sage ist mit dem Kreuz verbunden: Am Standort des Kreuzes  soll um 1700 ein Warsberger Förster vom Rehlinger Hof seine Gebliebte in  grundloser Eifersucht erschossen haben. Seit der Bluttat geistere er  mit Flinte und zwei Dachshunden durch den Wald. Manche wollen seinen Ruf  „Puhei, Puhei“ gehört haben. Der Jägerbursche heißt daher im Volksmund  das „Puhei-Männchen“. Die „Wetzrillen“ im Staft stammen wohl vom Aberglauben ab, dass man durch Ritzen des Kreuzes vor Bösen bewahrt bleibe.
Kreuz am Weg nach Körrig
Am Weg nach Körrig steht etwa 300 Meter vom Ort ein gut erhaltenes  Steinkreuz als Schrifttafel gearbeitet. Das Kreuz ist aus weißem  Sandstein gehauen und 1,80 Meter hoch.
Die Schriftplatte ist in Form eines gotischen Dreipassfensters  gehalten. Im oberen Teil steht das JHS – Zeichen. Darunter die  Inschrift: „Errichtet zum Andenken an J. Hein, gest. den 26. März 1856.“  Wie aus den Kirchenbüchern zu ersehen ist, war er Junggeselle und 61  Jahre alt geworden. Er stammte aus Düttlingen. Als Schluss der Inschrift  wurde ein frommer Spruch eingemeißelt: „Mein Christ, weile und bete.“  Das Kreuz steht an einer Wegkreuzung und schließt oben ab mit einem  Kreuz aus Eisen mit Corpus. Wir haben es hier mit einem Totengedächtniskreuz zu tun.




Kreuz am Fischer Kirchweg
Am Fischer Kirchweg steht rechts in der Nähe der drei Ebereschen auf  dem Bickel­berg ein Kreuz in Denkmalform. Es hat eine Höhe von über 2 Meter. Unten ein ganz breiter Fuß, der als Sockelstein anzusehen ist. Die Inschrift auf der breiten Schrifttafel: „Errichtet zur Ehre Gottes von den Eheleuten Michel Wacht und Elisabeth Etringer aus Fisch.  Die Welt vergeht, das Kreuz besteht.“ Darüber ist eine kleine Flachnische mit gotischem Maßwerk ausge­hauen. Das Abschlusskreuz hoch  und mit langem Querarm. Eisencorpus, auf einem Holzkreuz.

Jägerkreuz
Nahe der einsamen Rehlinger Kirche steht am Waldrand unter drei mächtigen Buchen eine alte Schrifttafel, an der das Abschlusskreuz fehlte. Auf dem oberen Teil war die Inschrift nur noch teilweise und unsicher zu lesen: „DIESES KREUZ ...BEI MIRKER ... zur Ehre des Allerhöchsten im Jahre 1850.“ Auf dem Sockel, der als Altartisch gearbeitet war, war die Inschrift gar nicht mehr zu lesen. Sowohl die untere als auch die obere Inschrifttafel wurde seitlich abgeschlossen durch Rundsäulen mit Kapitell.
Nun hat man vor einigen Jahren dem Kreuz eine ganz neue Form gegeben. Den Sockel ließ man stehen und brachte eine neue Inschrift an: WIR BETEN DICH AN HERR JESUS CHRISTUS UND PREISEN DICH. HILF DEN ARMEN SEELEN IM FEGEFEUER.“ Als Aufsatz hat man ein hohes Eisenkreuz mit Metallcorpus aufgesetzt. Das Brettchen in  der Mitte des senkrechten Kreuzbalkens ist zum Aufstellen von Blumen gedacht.
Unter den Buchen liegen noch zwei weitere Trümmerstücke: Ein Sockelstein mit einem Schaftstück und eine Flachnische, auf der eine Kreuzigungsgruppe ausgehauen ist. Als Beifiguren die Gottesmutter und der hl. Johannes. Das Bildwerk ist nur 50 cm hoch und 25 cm breit beschädigt. Der Schaftstumpf ist mit Sockel 1,15 Meter hoch und ohne Inschrift. Die beiden Teile scheinen nicht zusammen zugehören.



Mäschkreuz
Bei der Kirche von Rehlingen steht nahe am Waldrand ein 2 Meter hohes Altarkreuz aus Sandstein. Es steht am Weg nach Fisch mitten im Walde von hohen Buchen umgeben. Auf der Vorderseite des Altartisches ist mit großen Buchstaben eine Inschrift angebracht: „ZUR EHRE GOTTES ERRICHTET DER NICOLAS BIENTZ UND KATHARINA KALMUS.“ Im Jahr 1845 DIESES KREUTZ FISCH.
Der Altaraufsatz besteht aus einer breiten Platte, auf der eine Monstranz dargestellt ist. Hier wird noch heute der Fronleichnamssegen gegeben. Eine Strahlenmonstranz mit breitem Fuß. Den Abschluss bildet ein Steinkreuz mit stark verbreitertem unteren Kreuz­balken. Am Kreuz ist ein Metallcorpus mit Kreuzschild befestigt.

Kreuz am Weg nach Mannebach
Am Weg nach Mannebach steht unter einer dicken Akazie ein Altarkreuz mit der Inschrift: „Dieses Kreuz wurde errichtet durch milde Beiträge zur Ehre des Allerhöchsten im Jahr 1845.“ Auf dem unteren Sockel ist eine stark verwitterte Inschrift festzustellen, von der nur noch der Anfang zu lesen ist: „Lobet unsern Gott ihr alle...

Kreuz an der L 134
Wegekreuz östlich der Wegekapellen an der L 134; dachförmig abgeschlossener Sandsteinpfeiler mit neugotischer Inschrifttafel und erneuertem Abschlusskreuz; die Inschrift unleserlich. Das Kreuz wurde 1868 von der Familie Koster aufgestellt.

Helenenkreuz
An der alten Römerstraße. Über neu aufgemauertem Sockel unter Wiederver­wendung der alten Altar­platte der Torso eines Schaftkreuzes aus Rotsand­stein. Das Kreuz wurde der Überlieferung nach 1746 als Totengedenkkreuz errichtet, worauf der Totenkopf am Balustersockel und die Inschriften an den Seiten hinweisen (DIESES KREUZ HABEN LASSEN AUFRICHTEN DIE WEIB V. KINDER DES ABGELEBTEN THEODOR HIELT). Die weitere Datierung 1810 bezeichnet eine Erneue­rung, die Datierung 1599 verweist auf das Vor­gängerkreuz. Dieses bereits im 16. Jh. als Helenenkreuz benannte Flurdenkmal markiert genau die Stelle der römischen Straßengabelung.
Auf der anderen Schaftseite steht die Inschrift: „DIESES KREUZ IST AUFGERICHT ZU EHREN DES BITTEREN LEIDENS JESU CHRISTI.“ Auf der vorderen Seite des Schafts das JHS – Zeichen mit Herz und Kreuz darüber. Anscheinend ein Unfallkreuz, da auch unten ein Totenkopf mit Knochen dargestellt ist. Man erzählt, das im Jahre 1746 Johannes Ley aus dem Hause Dostert und sein Schwiegersohn Theodor Hielt hier von zwei neidischen Dorfgenossen überfallen und so sehr misshandelt wurden, dass Johannes Ley am anderen Tage an den Folgen starb. Die beiden Dorfgenossen waren nach Saarburg zum Notar, wo die Überschreibung des Junkergutes auf ihren Namen erfolgt war; auf dem Rückweg wurden sie unweit des „Käulchens“ von den beiden Männern überfallen. Die beiden Täter flüchteten nach der Tat und blieben verschollen. Am Tatort bei „Schmitz – Käulchen“ steht ein Steinkreuz mit folgender Aufschrift: „Zum Seelentrost Johannes Ley von Bilzingen ist dieses Kreuz aufgerichtet von seinen Kindern Anno 1746.“

Das Helenenkreuz soll sehr alt sein und zum Andenken an die hl. Helena errichtet worden sein, die mit dem hl. Rock von Rom kommend, hier geruht haben soll. Das Kreuz ist schon unter diesem Namen in alten Weistümern 1564 und 1599 genannt.

Kreuz am Buschet
Dies schlichte Gedenkkreuz wurde von den Eheleuten Michel und Maria Jochen, geb. Fell am Eingang zum Walddistrikt „Buschet“ errichtet. Anlass war wohl ein Gelübde, das nach glücklicher Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg erfüllt wurde.

Rout-Kreijz
Dieses alte wohl um 1700 errichtete Schaftkreuz aus rotem Sandstein steht am nördlichen Fuß
des Hostenberges am alten Kahrener Kirchweg zur Pfarrkirche Lithdorf-Rehlingen.
Wie-wesch Kreuz
Das Kreuz dicht an der Kreisstraße wurde von der Familie Hurt, Hausname „Wie-wesch“, abgeleitet von Weben, errichtet.
Das Kreuz ist ebenfalls wegen eines Gelübdes und der glücklichen Heimkehr aus dem Ersten Weltkrieg errichtet worden.
Es ist heute noch eine Station der Fonleichnamsprozession.
Kapelle in der Dreyzept
Errichtet von Nikolaus Etringer-Lacour um 1894.
Kapelle auf der Höhe 386
Errichtet vom Landwirt Nikolaus Schmitt-Etringer um 1904.
1944/45 durch amerikanische Artillerie zerstört 1950 durch Matthias Schmitt-Brittnacher wieder aufgebaut.
Das Innere ist als Grotte mit Mayener Lava-Gestein ausge­baut.
Kapelle in der Maklesch
Erbaut 1960 von den Familien Lauscher und Peters-Schütt.

Kapelle am Friedhof
Wegekapelle westlich der Ortslage am neuen Friedhof. In ortüblicher Art dreiseitig ummauerte Nische, jedoch nicht gewölbt, sondern von Satteldach ab­geschlossen; darin schlichtes Holzkreuz.


 
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